Muss tragbare Mode unbedingt schön sein?

 

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Muss Mode unbedingt schön sein?

 

Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt und seitdem geht sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Ein für mich sehr interessantes Thema, dass ich heute auf meinem Blog mit euch teilen möchte. 
Ich wette, ihr habt euch diese Frage auch schon ganz oft gestellt. Ganz klar im Alltag beim shoppen. Oder besonders wenn wieder die Berichte und Fotos der
Fashion-Weeks im TV und Zeitschriften zu sehen sind. Da kommen mir jedes Mal die Gedanken: Das kann man so niemals auf der Straße tragen. Das soll Mode sein?

Ganz intuitiv habt ihr die Frage für euch bestimmt beantwortet – so wie ich auch. Mein erster Gedanke zu dieser Frage war sofort, „NEIN“. Doch obwohl ich eine klare Tendenz zu „Nein“ habe, kamen mir im Nachhinein immer wieder Zweifel.

Ich fange ganz einfach zuerst mit dem Wort ‚schön‘ bzw. ‚Schönheit‘ an. Die liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Ich beispielsweise LIEBE Kleidung, die mir spontan gefällt und meiner Meinung nach meine Vorzüge betont und mir einfach gut steht.

 

Egal wie andere diesen Stil finden – es ist nun mal mein persönlicher Geschmack. Ich finde diese Kleidung schön!
Weniger weil sie wirklich schön sitzt, oder mich schöner macht, sondern weil ich sie mir ein Gefühl vermittelt. Daraus resultiert, dass ich sehr wohl schöne Mode trage, sprich: keine Mode, die ich selbst hässlich finde. Wozu auch? Insofern ist der Begriff der Schönheit grundsätzlich schon mal ein relativer, denn die Frage ist:

 

Wer bestimmt was schön ist oder nicht? Meine Antwort: In erster Linie jeder für sich selbst.

 

 

Mode ist für mich Mittel des Ausdrucks und ein ganzes Stück Wohlbefinden, also ein Signal nach außen und gleichzeitig ein Gefühl von innen. Beispielsweise trage ich Jeans und T-Shirt an Tagen, an denen ich keine Termine habe oder mir einfach danach ist.
Röcke, Kleider oder kurze Shorts wenn ich mich sexy fühlen will. Mode hilft mir mich gut zu fühlen, selbstbewusst oder entspannt. 

 

Mode war schon immer eine Art Parameter der Gesellschaft, trennte Mann von Frau, Arm von Reich: Hosen für Männer, Kleider für Frauen und feine Stoffe für die Elite, während den Armen die Lumpen blieben.

 

Dieser Parameter hat sich immer weiter verschoben und heute kann man oft anhand der Kleidung nicht mehr so ganz beurteilen, welcher Gesellschaftsschicht und manchmal sogar welchem Geschlecht man angehört.
Unisex wird wie die Gleichberechtigung immer angesagter und im Business muss man heute keine Kleiderregeln mehr befolgen, sondern Unternehmen werden heute nicht selten von Männern in Jeans (und T-Shirt) geleitet. An der Aussagekraft der Mode an sich hat sich ja grundsätzlich nichts verändert, nur daran, dass das Schubladendenken der Mode immer weiter aufbricht und man Menschen nicht mehr so einfach anhand seiner Kleidung kategorisieren kann.

 

 

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Jeder entscheidet individuell darüber, wie er sich mithilfe der Mode ausdrücken will. Umso wichtiger scheint es heute, sich durch seinen Stil und seine Kleidung selbst auszudrücken und umso mehr steigt der Stellenwert einzelner Kleidungsstücke. Denn nach dem Äußeren wird man weiterhin beurteilt, nur spielen die Details jetzt eine größere Rolle: welches Material und welchen Sitz Kleidungsstücke haben, aber auch wie stilsicher jemand ist. Das sind die Merkmale von heute.

An Kleidung kann man möglicherweise nicht mehr unbedingt den gesellschaftlichen Status ablesen, aber dafür wie kreativ jemand ist oder auch wie konservativ jemand ist. Wir Menschen sind mittlerweile viel feinfühliger für diese einzelnen Facetten geworden, als noch die Generation unserer Eltern bzw. Großeltern, die das mit den zerrissenen Hosen noch immer nicht so ganz verstanden haben. Sie finden diese Mode nicht schön und damit nicht gesellschaftskonform.

Mir dagegen ist es gleich, ob jemand Blümchen, Glitzer oder unisex-schwarz trägt – wichtig allein ist, dass er sich darin schön fühlt, denn Schönheit findet man in den unterschiedlichsten Abstufungen und sie ist nicht immer gesellschaftskonform. Und gerade das macht sie eben auch so spannend.


Was mich angeht, Ich habe meine Meinung geändert: Mode muss schön sein.

Sie muss nicht für jeden gleich schön sein, aber sie muss ein positives Gefühl vermitteln. Ich möchte mich in meiner Kleidung schön und natürlich auch wohl fühlen – schön und stark oder schön und feminin.

 

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Ich wünsche mir, dass Mode in Zukunft auch genau das erfüllt: den ästhetischen Anspruch eines Jeden zu erfüllen – auf ganz unterschiedliche, bunte Art und Weise. Dass sie Niemanden mehr abgrenzt, sondern die Schönheit eines jeden einzelnen betont.

 

 

 

Wie steht ihr zum Thema Mode und Kleidung?

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25 Discussion to this post

  1. Sarah sagt:

    Du Liebe,
    ein richtig toller Beitrag 🙂 Ich mag es mich modisch zu kleiden, es muss nicht immer Trend sein, aber es geht auch meist nicht gegen die Norm (auch wenn es die in Scahen Mode eigentlich gar nicht so gibt 🙂 Ich mag’s gern normal und auffällig und mir ist Kleidung tatsächlich schon richtig wichtig.

    Liebste Grüße,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

  2. Yva sagt:

    Positiv fühlen. Ich mag deine Erkenntnis und das du sie teilst. Mode muss schön sein, aber nur ganz allein für mich. Ein gutes Gefühl lässt uns positiv durch den Tag kommen und das ist doch perfekt. Danke für deine Gedanken.

  3. Bea sagt:

    Hey, Du hast die gleiche Einstellung wie ich. Mode muss schön sein. Und schön empfindet ja jeder anders. Was mir gefällt muss noch lange nicht Dir gefallen. Super Beitrag. Und das Ein- oder andere Teil, das mir gefällt, habe ich gesehen. Danke für die Anregung.

    Lieben Gruß, Bea.

  4. Kay sagt:

    Ich sehe Mode auch als Mittel zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Ich persönlich lege nicht viel Wert auf aktuelle Trends oder teure Kleidung. Für mich muss sie in erster Linie zu mir passen und meistens auch bequem sein. Wie du richtig sagst, Schönheit liegt im Auge des Betrachters und manche Teile sehen vielleicht an mir ganz schrecklich aus und wenn andere sie tragen, sind sie damit wunderschön.

    Ich finde es gut, dass wir uns mit unserer Kleidung so unterschiedlich ausdrücken können und mittlerweile kann man ja so gut wie alles tragen, ohne auf der Straße deswegen skeptisch beäugt zu werden 🙂

    Liebe Grüße, Kay
    http://www.twistheadcats.com

    • Julia sagt:

      Liebe Kay,

      da hast du Recht! Es ist toll, dass wir inzwischen so gut wie alles tragen können. 🙂
      Jeder trägt das was ihm gefällt…

      Liebe Grüße
      Julia

  5. Blog-Pirat sagt:

    Hallo Julia,
    ich finde ja, das Mode oft nicht schön oder tragbar ist und oft ist tragbar nicht Mode. Jeder Mensch hat ja auch ein anderes Gefühl für Mode und Tragbarkeit. Von daher würde ich sagen: Mode muss tragbar sein. Schön wird sie dann, wenn sich der Mensch der Sie trägt wohl fühlt.

    Liebe Grüße
    Blog-Pirat
    https://blog-pirat.com

  6. eine sehr spannende Frage und auch eine interessante Antwort darauf 🙂
    ich sehe das ganz ähnlich … zar orientiere ich mich sehr gerne an den aktuellen Trends und liee es auch diese zu entdecken, aber am Ende trage ich ach nur das, was mir gefällt! in den letzten Jahren ist das auch zunehmend ganz minimalistische, klassische Kleidung 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

  7. Liebe Julia,
    ein toller Beitrag, danke dafür. Ja Mode sollte so individuell wie möglich sein und keinem Diktat unterliegen.
    Alles Liebe
    Annette

  8. Tama sagt:

    Sehr schön geschrieben. Sehe es genauso. Klar muss Mode schön sein, aber eben schön für einen selbst und nicht für andere. Die Modeinstustrie versucht und dann auch noch bei jeder Gelegenheit in vorgefertigte Formen zu quetschen. Es gibt Teile die find ich wunder, wunder schön an ganz vielen Mensche und ich würd die Teile auch gerne tragen. Aber ich fühl darin nicht wohl und seh auch nicht gut damit aus. Alleine schon der Wohlfühlfaktor übermittelt viel Ausstrahlung und ändert das Empfinden Dritter auf das Outfit. Wenn ich mich selbst nicht wohl bzw. schön finde, werden das andere auch nicht tun – unterbewusst. ich hoffe du weist was ich meine.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

    • Julia sagt:

      Liebe Tama,
      wie Recht du hast! Ich sehe auch so oft Kleidungsstücke an anderen die ich auch gerne tragen würde.
      Leider gefallen Sie mir an mir selbst dann so gar nicht. Aber man muss sich echt wohlfühlen und wie du sagst, strahlt man das dann auch aus. 🙂

      Julia

  9. Steph sagt:

    Ich finde schön muss es schon sein, wobei das ja auch jeder anders definiert 🙂 Dein Outfit von den Bildern finde ich übrigens sehr schön 🙂
    LG
    Steph

  10. Cornelia sagt:

    In meiner Kleidung muss ich mich wohl fühlen, sie muss bequem sein und zu mir passen. Und ich muss nicht unbedingt jedem aktuellen Modetrend hinterherlaufen.

  11. Hallo, ich liebe Mode. Aber ich gehe nicht mit Trends, sondern kaufe was nir gefällt. Liebe Grüße

  12. Mo sagt:

    Hey meine Liebe,

    mit deinem Beitrag sprichst du mir echt aus der Seele und ich habe diesen furchtbar gern gelesen. Vielen Dank dafür. Ich bin auch eher die Kategorie Mensch: Meine Sachen müssen ihren Zweck erfüllen, bequem sein und unterm Strich mir gefallen. Dein Style finde ich aber sehr hübsch.

    Liebe Grüße,
    Mo

  13. Emilie sagt:

    Wie du schon sagst, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Für mich muss Mode Spaß machen und man muss sich wohl fühlen. Man kann seinen Charakter nach Außen bringen und sich selber darstellen. Das muss Mode für mich sein =)
    Liebe Grüße,
    Emilie von LA MODE ET MOI

  14. Anja sagt:

    Also für mich muss Mode definitiv schön und praktisch sein. Dadurch dass ich am Tag wirklich viel unterwegs bin muss es einfach tragbar sein.

    Viele liebe grüße Anja

  15. Milli sagt:

    Ein sehr schön geschriebener Beitrag. Ich sehe das ähnlich wie du. Mode muss schön sein, aber Schönheit liegt eben im Auge des Betrachters. Von daher ist es völlig okay wenn ein Trend nicht jedem gefällt. Hauptsache die Person, die ihn trägt findet ihn toll und fühlt sich wohl in ihren/seinen Klamotten. Auf mehr kommt es meiner Meinung nach nicht an.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

  16. Ich finde schon, dass Mode schön sein muss. Beispielsweise würde ich mich nicht wohlfühlen, wenn die Hose nicht zum Oberteil passt. Das heißt aber nicht, dass ich jeden Trend mitmache oder zu Hause nur top gestylt herum sitze. Mir ist bloß wichtig, dass ich mich in der Kleidung wohl fühle.

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