Nie wieder die Pille

Oft hört man über Blogger, wir würden nur über Banalitäten schreiben. Allem voran Fashion, Food, Travel, Lifestyle. Und dabei die wirklich wichtigen Dinge im Leben außer Acht lassen.
Fashion und auch Food sind durchaus auch wichtige Themen! Wer mich kennt und mir schon länger folgt, der weiß, dass ich hauptsächlich zum Thema Fashion blogge. Dennoch beschäftige ich mich mit auch mit ernsthafteren Themen. Habe bis jetzt aber nie darüber geschrieben. Das soll sich nun ändern. Hin und wieder will ich versuchen mit euch auch andere ernsthafte, nicht so schöne Themen mit euch zu teilen.
Heute geht es um ein wichtiges Thema, mit dem jede Frau in ihrem Leben einmal oder ständig zu tun hat. Die Anti-Baby-Pille.

Unsplash Imani Clovis

Seit ich ca. 16 Jahre alt war, habe ich die Pille genommen. Grund hierfür waren eigentlich banal. Pickel, schlechte Haut und die Periode dauert einfach zu lange. Das konnte mit der Pille behoben werden. Dachte ich damals. Dem war aber nicht so. Aus den Pickeln wurde Akne. Die ging nur mit speziellen Medikamenten wieder weg. Das Haus ohne Make-Up zu verlassen war undenkbar. Daher dachte trotzdem immer, dass es ohne Pille einfach nicht geht. Viel zu unsicher und gefährlich. Besonders was das Thema Jungs anging. Ich dachte, dass ich mein Leben lang die Pille nehmen muss und habe das vorerst auch nicht mehr hinterfragt. Während der Pubertät habe ich dann gemerkt, dass ich starke Stimmungsschwankungen habe. Ich reagierte extrem auf Stress und war sehr emotional. Außerdem war ich super aufgekratzt und launisch. Im Gegensatz zu anderen, fühlte ich mich wie auf Koffein. An erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Dies alles ca. 1-2 Wochen bevor die Periode einsetzte.

Unsplash Carolina Heza

Ich habe alles probiert, das zu ändern – ohne Erfolg. Etliche Medikamente, Übungen, Beruhigungstees, Mönchspfeffer usw. Ich nahm die Pille sogar auf Rat meiner Frauenärztin mehrere Monate ganz durch. Ohne großartige Veränderungen. Sehr spät mit ca. 25 Jahren beschloss ich die Pille abzusetzen. Ich teste beispielsweise Verhütungspflaster. Die waren anzuwenden wie normale Pflaster. Sie hielten bloß länger. Diese habe ich überhaupt nicht vertragen. Ein paar Monate in meinem Leben nahm ich die Pille nicht mehr. Leider änderte sich kaum etwas. Ich wechselte bald wieder zur Pille. Diese brachte jedoch die bereits beschriebenen Nebenwirkungen weiter mit sich.

Unsplash thought catalog

Nebenwirkungen, die ich Jahre später dann nicht länger akzeptieren wollte. Also entschloss ich mich dazu, die Pille endgültig abzusetzen. Denn meine Vermutung war, dass all die negativen Schwingungen in meinem Leben mit den Hormonen der Pille zusammenhängen mussten. Und ja sicher Mädels, die Pille hatte auch so ihre Vorteile – das möchte ich nicht verleugnen – keine Schmerzen und zudem ein besseres Hautbild (bei dem einen oder anderen)– was ein Traum, nicht? Doch die negativen Auswirkungen überwiegen in meinen Augen. Besonders die bekannte Nebenwirkungen wie Thrombose sind nicht zu vergessen.

Unsplash Kim Boram

Als ich die Pille abgesetzt habe, erwartete ich gleich am Anfang die große Erleuchtung. Das Warten auf Besserung war fast so schlimm wie das Warten auf die heissbegehrte Pizzalieferung. Doch anfangs spürte ich überhaupt keine Veränderung. Körperlich habe ich mich irgendwann besser gefühlt. Leider sind einige Beschwerden ab dem 30igsten Lebensjahr wieder aufgetaucht bzw. haben sich verschlimmert. Männer können sich das nicht vorstellen, aber Mädels, ich denke die meisten von euch wissen, was ich meine. Jeder Körper ist anders. Aber die meisten Beschwerden haben definitiv mit der Pille zu tun, daher war es für mich die absolut richtige Entscheidung umzusteigen. Ich fühle mich ohne die Chemie irgendwie befreit. Kein Angst mehr vor den Nebenwirkungen und keine horrenden Kosten für das Unheil. Seien wir mal ehrlich: was kann man heute nicht alles ändern lassen, wenn man es wirklich möchte?

Ich muss allerdings noch einmal klarstellen, dass ich hier niemanden dazu ermutigen möchte, nicht mehr zu verhüten! Es geht einzig und allein um hormonelle Verhütung, zu der es meiner Meinung nach inzwischen recht gute Alternativen gibt. Ich persönlich habe mich für die wohl einfachste Variante entschieden: Kondome. Denn nein, Verhütung ist nicht nur Frauensache. Lasst euch bloß nicht so einen Quatsch einreden.

Wichtig für euch zu wissen ist, dass dieser Betrag einzig und alleine meine persönlichen Erfahrungen mit und ohne Hormone im Leben beschreibt. Das kann sich natürlich bei jedem anders auswirken!

Titelbild: Unsplash Tracey Hocking

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