Was ist eigentlich Prêt-à-Porter?

Habt ihr euch auch schon öfter gefragt was Prêt-à-Porter eigentlich heißt?
In der Modewelt hört man diesen Namen ja des öfteren. Was es genau heißt und etwas aus der Geschichte dazu, werde ich euch heute in meinem Beitrag erklären.

 

Name und Beginn

Prêt-à-Porter ist französisch und heißt so viel wie tragefertige Bekleidung. Im Gegensatz zu Haute Couture ist sie nicht maßgeschneidert, sondern von der Stange. Sie kommt in Standardgrößen auf den Markt. Im Englischen wird sie auch „ready to wear“ genannt. Diese Mode bezeichnet also standardisierte Kleidung für den Endkunden.

 

Ursprung und Geschichte

Prêt-à-porter stammt seit 1930 wie auch Haute Couture aus Paris. Yves Saint Laurent war in den 60er Jahren der erste Couture-Modeschöpfer der die Prêt-à-Porter-Kollektionen konfektionierte. Damals war die Modewelt darüber noch entsetzt. Doch in der heutigen Zeit ist Prêt-à-porter nicht mehr wegzudenken von den Laufstegen. Trends wollen gesetzt werden und daher gilt der eine oder andere Look auch hier schon mal als untragbar.

Die Geschichte des Prêt-à-porter begann 1950 erst richtig in Italien, wo Modedesigner die ersten Entwürfe in begrenzten Stückzahlen anfertigten und später in den Boutiquen verkauften. In Deutschland waren Modedesigner wie Bessie Becker und Willy Bogner die ersten die Prêt-à-porter in die Boutiquen brachten.

In England waren es damals jungen Designer wie Laura Ashley oder Mary Quant. Sie brachten diese Mode 1960 nicht mehr nur in teure exclusive Boutiquen sondern auch in Kaufhäuser auf der ganzen Welt.
Zu den Vorreitern des Prêt-à-porter zählten unter anderem die bekannten Designer Cacharel und Pierre Cardin.

 

Modenschauen

Die ersten Modenschauen in Italien gab es 1970. In diesem Jahr wurde auch Mailand zum Zentrum des italienischen Prêt-à-porter .
In Deutschland und Österreich kamen Kollektionen von zum Beispiel Jil Sander und Helmut Lang 1970 auf den Markt.

 

Stil

1970 begann der Stil des Prêt-à-porter mit dem Folklore-Look. Dieser beinhaltete zum Beispiel Ponchos, Gaucho- und Haremshosen.

1980 gab es bereits viele Stilrichtungen. Jean Paul Gaultier prägte Mitt der 80er den androgynen Stil.

Die bekannte Vivienne Westwood zeigte Kollektionen die durch historische Kostüme in Neuinterpreationen gekennzeichnet waren.

1980 kreierte Versace den Bondage-Stil.

1990 herschte in der Prêt-à-porter Mode ein transparenter sachlicher Stil. Dazu zählten die international erfolgreichen Designer wie Jil Sander oder Donna Karan. Bekannte und erfolgreiche Modehäuser wie Chanel, Burberry oder Vuitton zeigten ihre Modeklassiker und haben so begehrte Stilikonen geschaffen.

 

Messen

Zweimal im Jahr finden zu Prêt-à-Porter Fashionweeks wie zum Beispiel in New York, Mailand, London, Berlin und Paris statt.


Die wichtigste Messe für Prêt-à-porter in Deutschland ist übrigens die “Bread & Butter“ in Berlin.

Related Posts

2 Discussion to this post

  1. Mandy sagt:

    Sehr abwechslungsreicher Post & für Modeinteressierte bestimmt sehr aufschlussreich die Unterschiede kennenzulernen 🙂

    Hab ein scönes Wochenende,
    Mandy von http://myglamoursecret.de/

    • Julia sagt:

      Liebe Mandy,
      vielen Dank. Ich denke mir, ab und zu etwas über die Hintergründe und die Geschichte zu erfahren, ist auch sehr interessant.
      Wünsche dir auch ein schönes Wochenende!
      Julia

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Instagram